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Rennbericht Donington: "Big Balls" 18.09.2016 - 18:33
Rennbericht Donington Park
„Big Balls“
Der letzte WM Lauf in Donington Park, England, stand für uns auf dem Programm. Steffen kam nach einer Zugfahrt-Odyssee mit Bombenentschärfungen, Zugausfällen und diversen Verspätungen endlich Dienstagabend in Trier an. Zum relaxen ging es dann am Mittwoch erst mal auf Baustelle eine Trennwand vormontieren. Ja was lernt er auch Schlosser das kann ich mir nicht entgehen lassen.
Mittags dann los nach Dünkirchen. Auf Grund der Vorkommnisse in Calais haben wir erstmalig diesen Hafen für die Überfahrt nach England gewählt. Im Hafen trafen wir uns mit Günther Bachmaier, das war so abgemacht. „Günni“ war das erste Mal in England und wollte sich an uns hängen. Auf der Fähre gleich ins Restaurant- Fish & Chips. Schön mit Essig über den Fritten, ja das war kulinarisches Neuland für den Österreicher. Daneben noch schnell die Uhren um eine Stunde und 30 Jahre zurückstellen, so vorbereitet kann einem auf der Insel nichts mehr passieren. Eigentlich wollten wir direkt nach dem Dartford Tunnel schlafen aber auf Grund der Straßensituation in England landeten wir in einem Industriegebiet. Immerhin gab es 4 Stunden Schlaf, dann weiter nach Norden in die Höhe von Nottingham zur Rennstrecke.
Die Befürchtung keinen Strom zu haben stellte sich als unberechtigt heraus. Die Infrastruktur war top. Aufgebaut war schnell, dann ein bisschen relaxen.
Steffen und ich sahen uns im Fahrerlager um. Die BSB (British Superbike Championship) stellt organisatorisch alles in den Schatten was ich bis jetzt in vielen Fahrerlagern erlebt habe. Jeder macht seinen Job perfekt, man wird von einem Rollerfahrer zu seinem Stellplatz geleitet. Wirklich perfekt, da können sich alle anderen Meisterschaften (vor allem die die immer tönen wie toll und professionell sie sind) inklusive der Endurance WM, ein paar Scheiben abschneiden.
Freitagmorgen waren wir alle zum obligatorischen Breifing, kurz vor dem ersten freien Training kam dann noch die technische Abnahme. Sehr lasch für englische Verhältnisse.
Für mich als Fahrer war die Strecke neu. Ich war das letzte Mal vor 25 als Beifahrer von Masato Kumano hier, das zählt fast nicht mehr. Die Strecke war an einigen Stellen feucht, ja ich weiß was ihr jetzt denkt. So war es auch. Wir hatten direkt das Gas auf Zug und steigerten uns von Runde zu Runde. Die Strecke bietet wirklich viel, vor allem flüssige mit schnellen bis zu superschnellen Passagen. Dazwischen ein paar feuchte Stellen, was soll das noch toppen. Nach 10 Runden trauten wir uns in der Bergabpassage nach Start- und Ziel voll stehen zu lassen. Huii dann durch die Linkskurve 6 Gang Anschlag, den Seitenwagen 5 cm in der Luft über den Kerbs. Der Rest gelang uns auch ganz gut, so ohne Druck nur mit der reinen Freude am Fahren. Am Ende sind wir 17 Runden gefahren. Tank leer!! Bei der Zeitenliste waren noch sehr viele weitere Details wie Sektorzeiten, Sektor Top Speed etc. Und eben bei diesen Sektor Top Speed waren wir in besagten ersten Sektor Schnellste. Nein nicht nur von den 600ern, von allen. Schneller wie Reeves, Birchall und Co. „Big Balls“ halt. An dieser Stelle waren wir dann das gesamte Wochenende über immer auf Platz 4 bis 6 unterwegs, aber in Training 1 eben Schnellste. Diese Tatsache hielt uns das ganze Wochenende aufrecht.
Im ersten Qualytraining konnten wir die Zeiten vom Vormittag knapp nicht erreichen. Wahrscheinlich haben wir uns zuviel Druck gemacht, und die anderen Teams kamen auch immer besser mit der sehr technischen Strecke zurecht.
Samstagmorgen das zweite Quali. Für uns ein ernüchternder 6 Platz bei den 600ern. Irgendwie standen wir an, so richtig wissen wir nicht warum. Neben besagtem Sektor Top Speed waren wir bei allen anderen TopSpeed Messungen immer ganz hinten. Das gibt einen intensiven Winter.
Da das Rennen erst für 18.30 angesetzt war, gönnten wir uns nach dem Training ein Englisches Frühstück. So richtig mit allem was traditionell dazugehört. So haben wir auf einen Schlag unsere komplette Collesterinmenge eines ganzen Jahres zu uns genommen. Aber was muss das muss. Danach haben wir das Gespann für das Rennen vorbereitet, die passenden Reifen ausgewählt und getankt. Dann haben wir schon mal das Zelt abgebaut was normal nicht unsere Art ist. Aber die letzte Fähre um 0.45 rief so ganz aus der Ferne.
Der Start zum 15 Runden Rennen war ok. Wir konnten innen 2 Plätze gutmachen und reihten uns ein. Noch in der ersten Runde konnten wir Bachmaier überholen der uns im Training über eine Sekunde eingeschenkt hat. Schnell fanden wir unseren Rhythmus. In der dritten Runde versuchte Bachmaier am Ende der Gegengerade uns innen auszubremsen. Ui ui ui, das ging gerade noch mal gut. Mit blockierendem Vorderrad rutschte er an uns vorbei in Richtung Kiesbett. Wir natürlich sofort Druck gemacht um eine möglichst große Lücke auf unseren Hauptkonkurenten herauszufahren. Nach 5 weiteren Runden aber kamen die Österreicher vorbei und zogen pro Runde ein paar Zehnteln davon. Wir blieben weiter bei unserer Linie. Es ging einfach nicht mehr. Mach 2 Drittel des Rennens sahen wir die Briten Baker/Baker neben der Strecke stehen. Technischer Ausfall. Wir hatten die Beiden das ganze Jahr im Griff, aber hier bei ihrem Heimrennen waren sie erstaunlich erstarkt. Im Ziel stellten wir fest, dass auch Grabmüller/Kirchhofer ausgefallen waren. Uns brachte es in der Punktewertung allerdings nichts, Bachmaier/Wechselberger hingegen eroberte in letzter Sekunde den zweiten WM Endrang. Glückwunsch!!! Wir blieben mit unserm 4 Rang im Rennen auch auf der vierten Position des Gesamtklassements. Hmm
Nach dem Rennen haben wir alle der Siegerehrung beigewohnt. Danach wurde schnell das Gespann verladen, die übliche Verabschiedung von den Teams der WM und dann los. An der Tanke habe ich unsere Mannschaft auf eine „kulinarische Erlebnisreise in Leistershire“ geschickt. Ich habe 4 Tüten „Salt&Vinegar Chips“ mitgebracht. Auf die bateht Konni besonders. Wir schafften nach strammer Fahrt in Richtung Dover die 0.45 Fähre, diesmal nach Calais. Auf dem Schiff eine Kleinigkeit gegessen und uns dann nach Belgien auf den ersten Rastplatz „geschleppt. Wir waren schon fertig. 10.15 Weiterfahrt nach Trier, kurz ausgeladen und Steffen auf die Bahn gebracht. Jetzt quäle ich mich mit den elektronischen Hilfsmitteln der Neuzeit rum. Sch... Computer.
Unsere erste volle WM Saison liegt hinter uns. Es gab Höhen und Tiefen, wie überall. Wir haben nie, wirklich nie unsere gute Laune verloren, das ist wichtig. Mit dem 4 Rang sind wir gut bedient, 3 Podestplätze sprechen für sich.
Nächstes Wochenende sind wir in Frohburg zum Saisonfinale der Sidecar Trophy. Allerdings ohne Gespann. Unser letzter fahrender Einsatz für dieses Jahr findet am 8/9.10 in Zolder statt. Wer Lust hat, Gäste sind willkommen.
Ciao Euer Team Early Grey


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