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Vive la France, es gibt Neuigkeiten-- 01.04.2017 - 19:31
Vive la France aber dazu später,
die Testwoche in Frankreich war ein voller Erfolg. Anfahrt wie immer sonntags im Konvoi, vor Ort eine halbe Stunde warten um dann die Box 12 zu beziehen. Abends mal sehen wer so da ist und dann zeitig ins Bett.
Montags den Rost von den Knochen fahren, das haben wir auf den Dienstag ausgedehnt. Daneben noch Bremsbeläge eingefahren und mit der Einstellung des Seitenwagenrades gearbeitet. Am Mittwochnachmittag haben wir uns mit unserem Fahrstiel beschäftigt. Das rutschende Vorderrad bei langsamen Kurven nervt mich schon seit Jahren. Eine Umstellung am Fahrstiel und Reifenauswahl hat das Problem nun um mindestens 75% behoben. Es kann so einfach sein, aber ohne vollstes Vertrauen in Fahrzeug und Beifahrer geht es nicht. Gut das der Knoten geplatzt ist. Am Donnerstagabend haben wir den WM Motor eingebaut, danke Maggus für die Hilfe, Freitagmorgen wurde dieser dann eingefahren.
Die ganze Woche hatten wir Sonne und bis zu 24 Grad im Schatten. Besser geht’s nicht. Wie üblich sind wir freitags nur bis 12.00 gefahren um dann die Woche pünktlich mit einem Bier zu beenden.
Eine Neuerung im Team. Wir fahren die Saison 2017 mit französischer Lizenz und das hat folgenden Grund.
Der französische Motorradsportverband bekommt erhebliche Fördergelder vom Staat. Für den Nachwuchs aber eben auch um in den Top Serien vertreten zu sein. Nach dem Rückzug vom Team Delanoy sowie der Tatsache das Tim Reeves mit seinem französischen Beifahrer Gregory Cluze nicht in der WM starten, gibt es keine permanent Starter in der Seitenwagen WM mit französischer Lizenz. Die besagten Fördergelder standen für den Verband auf der Kippe und das für die nächsten drei Jahre. Der Verband ist durch den guten Kontakt von Francois Beauchamps zu mir schon vor einiger Zeit an uns herangetreten und hat angefragt ob für uns ein „Länderwechsel“ möglich ist. Natürlich haben sie uns das finanziell schmackhaft gemacht, wo man in unserer Situation nicht wirklich nein sagen kann. Es kam dann noch auf die Freigabe vom DMSB, dem Deutschen Verband, an, bei dem wir ja schon unsere Lizenzen 2017 beantragt und bezahlt haben. Auf jeden Fall lagen heute bei unserer Ankunft in Trier von der Testwoche erwähnte Freigaben aus Frankfurt in der Post. Eine telefonische Bestätigung gab es vorab auch schon, aber schriftlich ist schriftlich. Irgendwie hat man uns auch einen zweiten Wohnsitz in Frankreich „eingerichtet“. In Puy-de Dome, so heißt die neue „Adresse“. Wahrscheinlich irgendwo auf dem Land wo Pernot trinkende alte und furzende Männer mit Außerirdischen kommunizieren. Ihr kennt den Film!
In Val de Vienne waren die Offiziellen der Föderation und haben schon mal einen Teil der Abmachung eingelöst, wir wiederum haben direkt bei Harald Endeveld 10 neue Reifen geholt. Das „Geilste“ an der Aktion war noch eine „Freikarte“ für 30 Tage für die Autobahngebühren die wir bei der Heimfahrt natürlich sofort umgesetzt haben. 2 ½ Stunden schneller und keine Generve durch Kreisel und Ortschaften. Das Ding hält bis Le Mans. Wer uns kennt, incl. eines Schwabe im Team, weiß, dass wir das sonst nie per Bezahlautobahn gemacht hätten. Dass man mit dieser Karte die „Telepeage“ Linie benutzen muss haben wir dann an der ersten Zahlstelle gemerkt. Abschließend mit einem Schmunzeln erwähnten die Dame und Herren aus Paris noch, dass bei einem Sieg von uns die französische Hymne gespielt wird. Na da wollen wir mal sehen.
Ansonsten hat sich eigentlich nichts geändert im Team, das war uns wichtig. Auch wurde in keinster Weise Erfolgsdruck aufgebaut. Wir möchten doch nur unsere Länderkennzeichnung an den Namen auf der Verkleidung entfernen. Eine französische Flagge muss es nicht sein, das wäre übertrieben und ist eh nicht vorgeschrieben. Es geht um den permanent Starter mit französischer Lizenz. So ist wohl jedem Geholfen und wir haben einen coolen Deal gemacht.
Ciao bis bald
Euer Team Early Grey
--Bilder sind online--
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