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News - Archiv

Rennbericht Red Bull Ring 25.07.2012 - 12:36
Rennbericht Red Bull Ring Team

Endlich, nach 4 Wochen wieder zum Rennen.
Der Red Bull Ring in der Steiermark stand auf dem Programm. Die frühe Abfahrt am Mittwochnachmittag, ein lockerer Tag auf einem wunderschönen Campingplatz 8 km von der Rennstrecke in Fisching waren Teil eines durchwachsenen Wochenendes.
Den wohl einzigen wirklich sonnigen Nachmittag der Region genossen wir einschließlich eines sehr erfrischenden Bades in einem Schwimmweiher. Abends dann mit Carlo getroffen und lecker Essen gewesen. 3 Mann in einem 911 Porsche von 1996, na ja, irgendwie ging es. Am Freitagmorgen entspannt und ausgeruht rüber zur Rennstrecke. Das sind die Zutaten für erfolgreiches Rennenfahren. Es standen dann noch einige administrative Arbeiten sowie die Fahrerlagervorbereitung mit dem Veranstalter an.
Ab 18.00 wurde das Fahrerlager mit Teilnehmern „geflutet". Es galt den Platz der Trophy Teilnehmern gegen uneinsichtige „Oldtimer-Fahrer“ zu verteidigen. Abends gab es ein sehr starkes Gewitter. Totaler Stromausfall auf der Rennstrecke war dabei noch das kleinste Übel.
Die Region in der Steiermark wird noch lange an den Folgen des Unwetters zu kämpfen haben. Es regnete sich ein, und sollte auch bis zum Samstagabend nicht mehr aufhören. Also die Trainings im Nassen.
In der ersten Sitzung lagen wir noch deutlich mit mehr als 6 Sekunden Vorsprung vorne. Aber die Konkurrenz hat gelernt und auch in super Regenreifen investiert. In der letzten Runde des Trainings schnappten uns die Österreicher Bachmaier/Bachmeier noch die Pole Position weg.
Aber was soll’s, man muss die Leistung anerkennen.
Am Start zum Supersprint konnten wir uns aus dem Gerangel in der ersten Kurve raushalten. Hinter Bachmaier/Bachmeier konnten wir dem Feld von insgesamt 29 Gespannen einteilen. In der zweiten Runde konnten wir uns nach Start und Ziel vorbeibremsen, auf der langen bergauf Geraden kam allerdings unmittelbar der Kontert der Österreicher. Wir loteten alle Möglichkeiten eines erneuten Angriffs auf die Spitze aus, allerdings vergebens. Der fehler des Führenden kam auch nicht, auf den wir gehofft haben. Mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten sicherten wir uns die Punkte für den zweiten Platz. Wir hatten zwar von der Elektronik unseres Motors eine Fehlermeldung, konnten dies aber durch einen Reset des Systems löschen.
Das Sprintrennen am Sonntagmorgen wurde bei trockenen Bedingungen gestartet. Natürlich wurden wir schnell auf den Geraden von den bis zu 60 PS stärkeren F1 Gespannen aufgeschnupft. An vierter Stelle liegend kam es am Ende der zweiten Runde zu einem totalen Stromausfall unseres Fahrzeuges. Mit dem noch vorhandenen Schwung rollten wir bis zu unserer Box. Ich hatte da so eine Ahnung, und als mit Andy die Überreste unseres gebrochenen Killschalters zeigte war mit klar: Sicherung! Schnell den Sitz runter, Sicherung gewechselt, und mit 2 Runden Rückstand wieder raus. Es ging darum noch einige Runden im Trockenen zu fahren. Die Fehlermeldung kam wieder. Wir „konservierten“ den Fehler den Ralf Unfried nach dem Rennen dann ausgelesen hat. Daraufhin wechselten wir den Themperaturfühler des Motors. Mit großer Hoffnung gingen wir in das Hauptrennen. Mit einer Fehlermeldung geht das Motormanagment ins Notprogramm um den Motor zu schützen. Da fehlen dann mal schnell, 15 PS und 1500 Umdrehungen. Im Regen fiel das nicht so auf, im Trockenen hast du damit keine Chance.
Noch in der Einführungsrunde zum Hauptrennen erneut die rote Lampe im Display. Notprogramm. Es wurde trotzdem sehr unterhaltsam. Wir gaben alles und waren in dem Kampf um Platz zwei involviert. Immerhin rangelten 6 Gespanne um diese Position. Letztendlich wurde es der 7 Platz, zweitbeste in der 600 Wertung. Nicht schlecht fürs Notprogramm. Auch unsere Rundenzeit war deutlich unter denen des letzten Jahres. Jetzt geht es bis zum nächsten Wochenende auf einen Campingplatz nahe der Rennstrecke von Oschersleben. Da wird der Kabelbaum und alle Steckverbindungen gründlich untersucht. Wir vermuten irgendwo einen Wassereintritt, der immer mal die Falschmeldung provoziert. Wir arbeiten dran.
Euer Team Early Grey
PS: Zu dem Bild auf der Webseite gibt es demnächst noch eine ziemlich verrückte Geschichte, die sich hier auf dem Campingplatz ereignet hat. icl. bewegte Bilder... Das kommt dabei raus, wenn Gespannfahrer in Gemeinschaft Bier trinken...
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