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News - Archiv

wenn einer eine Reise tut... 30.11.2014 - 19:09
Wenn einer eine Reise tut…
Mal schnell nach England fahren und die Folgen
Wie angekündigt wollten wir mal schnell nach England fahren, um bei Jason Miller, dem Laminator unseren Vertrauens, die bestellte Verkleidung und weitere Teile abzuholen. Außerdem sollten noch ein paar Anpassungsarbeiten durchgeführt werden. So etwas macht sich beim Profi besser und schneller wie im heimischen Trier.
Wir entschieden uns nicht mit dem Wohnmobil zu fahren sondern „Revival mäßig“ mit dem Transporter da es ja galt viele große und sperrige Teile mitzunehmen. Den Gespann Rahmen mit dem Nötigsten bestückt haben wir einfach hochkant im Laderaum verstaut. Ganz nach dem Motto: „Renntransporter light“. Beim Einbau der Bank mit Bett, Kühlbox etc., und dem Verstauen von Dieselkanister (Lux: €uro 1,11, GB €uro 1,74.-) kamen schon Erinnerungen an die Anfangszeiten meiner Fahrerkarriere auf.
Die Fähre, wie üblich online, zum Spartarif bestellt. Abfahrt ca. 15.00. Der erste Stau bereits in Luxemburg. Bei den Bankern dort ist permanent Berufsverkehr. Die einen kommen um 12.00 die andern gehen um 13.00, das kann zu einer gewissen Fülle auf den dortigen Autobahnen führen. Der nächste Stau dann in Belgien, aber wir hatten Zeit satt, dafür musste der Wasserkocher im Bus verstärkt ran.
Nach 5.5 Stunden Ankunft im Fährhafen Calais. Bei der Ticketausgabe kam die Überraschung. Bei der Buchung habe ich wohl irgendwo ein falsches Häkchen gemacht (Rianair lässt grüßen) Jedenfalls sollte die Fähre statt €uro 33,60.- jetzt €uro 123.- kosten. Ich beendete die Diskussion mit dem W… am Schalter mit den historischen Worten: „Open the Gate“ und verließ die interne Zone auf den angrenzenden Parkplatz. Laptop raus, bei der Konkurrenz (P&O) gebucht, 10.- €uro draufgelegt, fertig. Danke Vossy für die Warnung: Ferry Link mit Vorsicht genießen. Als Hesse sagt man da: „Alles Lutscher“.
Nachts dann noch auf der M25 noch um London rum, und gegen 4.00 auf der zweiten Raststätte auf der M1 für 3 Stunden schlafen gelegt. Dann morgens mal kurz die restlichen 400 km bis Darlington abgespult und gegen 12.00 bei Jason auf dem Hinterhof eines ehemaligen Schlachthofs eingelaufen.
Wir haben direkt mit der Arbeit angefangen. Luftführung in der Verleidung, und vor allem den Sitz an unsere spezielle Plattform anpassen. Es ist toll mit Leuten zu arbeiten die ihr Handwerk verstehen. Ich habe viel gelernt über Harze, Matten, Carbon und Kevlar, Farbpigmente, Formenbau usw. Das wird uns in Zukunft helfen, da bin ich mir sicher. Zwischendrin immer mal einen richtigen Englischen Tee. Wir wissen nicht was es ist, aber er schmeckt völlig anders wie bei uns. Jasons Werkstatt ist sehr speziell. Ziemlich groß, ziemlich staubig. Auf dem Dachboden und im Keller unzählige Formen und Modell von Verkleidungen aller möglichen Gespanne.
Wir entschlossen uns die Nacht auf einem Campingplatz in der Nähe zu verbringen. Mit Strom und warmer Dusche. Das kann der Hinterhof von Jason nicht bieten. Wir fuhren ca. 20 Minuten über die englischen Landstraßen. Im nahegelegenen Pub wirklich gut gegessen, ein paar Lager gezischt und ab in die Kiste. Morgens um 8.30 ging es weiter. Alle Teile die am Vortag lameniert wurden, waren trocken, jetzt galt es noch den Sitz anzupassen. Mit Heißklebepistole und Wachsblättern kann man toll modellieren und Schlitze und Übergänge ausgleichen. Nochmals viel gelernt.
Danach alles verstauen und ab auf die Bahn. Bereits nach ca. 40 Kilometer: Vollsperrung de A1(M) der Haupt Nord-Süd Achse in England. Ok eine geplante Baustelle, bloß wurde die Umleitung nicht ausgeschildert. So irrten wir und viel andere durch die Grafschaft York, nicht wissen wohin wir sollten. Wir fuhren im Kreis, andere kamen uns mehrfach entgegen. Am Ende lotste uns ein Englisches Ehepaar zur nächsten Auffahrt Richtung Süden. Dann ohne weitere Probleme runter nach Dover. Der Verkehr war erträglich. Viele Teilstücke der M1 sind 4-spurig ausgebaut. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich insgesamt drei LKW gegenseitig überholen, und wir dann auf der ganz rechten Spur auch noch vorbei. Ja es gibt immer wieder Neues zu erleben, dafür ist man nie zu alt. Die Rückfahrt hatten wir direkt bei P & O gebucht. Vor dem Fährhafen noch 3 Stunden zwischen Kotflügeln, Rahmen und Paketen geschlafen und gegen 0.45 auf das Schiff. Durch den Zeitunterschied (England liegt 1 Stunde und 40 Jahre zurück) kamen wir gegen 3.00 in Calais an. Konni entschloss sich durchzufahren. Auf dem Festland herrschte dichter Nebel so dass wir unseren guten Schnitt nicht mehr halten konnten. Irgendwann in den Ardennen: Vollsperrung, Umleitung nicht ausgeschildert. Wir also über irgendwelche Landstraßen durch den Nebel getastet. Irgendwann dann, ganz klassisch, den Straßenatlas raus und mit Navi, Navi im Handy und dem ziemlich „zeroppten“ Straßenatlas zur nächsten Auffahrt. Mittlerweile wurde es hell, der Nebel war aber immer noch erheblich, die Sicht nicht wirklich besser. Endlich wieder auf der Autobahn, nachtanken und die letzten 200 km Richtung Luxemburg. Dort günstig vollgetankt.
Wir haben über die ganzen 2300 Km Fahrt nur knapp unter 9 Liter auf 100/KM verbraucht. Wenigsten dies stimmte uns positiv.
Kurz nach Luxemburg Stadt: Vollsperrung ,diesmal allerdings mit perfekter Beschilderung. Außerdem kennen wir diese Region ja von diversen Arbeitseinsätzen. Da hätten wir locker rausgefunden.
Endlich zu Hause angekommen, das nötigste ausgeladen, Katze schmusen, Dusche, Bett. Nach ca. 6 Stunden Schlaf die letzten Erinnerungen in diesen Bericht gefasst. Jetzt auf den Pizzaboten warten, essen, weiterpennen bis morgen---
Ja ja wenn einer eine Reise tut…
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