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und plötzlich ist alles anders 01.04.2019 - 00:04
Hallo

zur Zeit steht der vielleicht größte Wandel in meiner Rennkariere an.
Erst gab es vor 15 Jahren den Wechsel vom Beifahrer auf die Fahrerseite. Das hat mir schon gut gefallen, auch das Auseinandersetzen mit der Technik. Ein Formel 2 Gespann bietet da nicht allzuviele Variationen, aber ich denke ich habe mich mit allen intensiv und erfolgreich beschäftigt. Motoren waren eh noch nie meine Sache, am Fahrwerk gab es dafür ein paar Kleinigkeiten mit denen man „spielen“ konnte. Ich denke wir haben es gut hingekriegt, ich war nie besser wie bei meinem, sorry unserem, letzten WM Lauf in Rijeka 2017. Danke Steffen und alle anderen Beifahrer die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.
Der Rückzug letztes Jahr geht auch heute noch voll in Ordnung. Was soll nach der WM noch kommen, um weiter zu machen hätte es viel, für mich zu viel, gebraucht. Ich stehe weiterhin zu der Entscheidung.
Dann die Sache mit dem BEO das mich von Anfang an absolut fasziniert. Gerade die Hinterachse, all die Möglichkeiten die sich damit bieten, auch wenn ich dort wissensmäßig erst am Anfang stehe. Die Variation von Sturz, Nachlauf, Stabilisator usw. das hat schon was. Aber das BEO wird mit maximal 85% bewegt. Für mehr ist es einfach zu besonders, zu wertvoll und zu einzigartig.
Es juckt aber weiterhin und es muss etwas passieren. Vor allem in Sachen Speed und Limiterforschung. Eine Rückkehr in den Gespannsport schließe ich aus. Die F1 Gespann Geschichte schließe ich aus, sonst hätte ich es schon längst gemacht.Es sollte nicht sein.Ohne Steffen, als der weltbeste Beifahrer, fahre ich nicht mehr, und da bei ihm sowohl gesundheitlich wie auch die gute Integration ins Team Gasche im Wege stehen, macht ein erneutes Teambuilding mit ihm unmöglich. Das ist für mich endgültig.
Jetzt der Sprung zu den Vierradlern. Ja ich höhre die entsetzten Aufschreie...
Mit einem historschen Formel Ford soll es bei mir rennmäßig weitergehen. Auch dort sind die Motoren technisch beschränkt, das Fahrwerk läuft auf 13“ Rädern. Ist halt ein Rad mehr, und eine Person weniger. Hier bieten sich die Einstelloptionen am Fahrwerk die ich am BEO so lieben gelernt habe. Im Gegensatz zum BEO kann ich hier mit Leuten sprechen die damit Erfahrung haben. Mit Sicherheit vermisse ich den Zusammenhalt in der Gespannszene, so etwas ist einzgartig. Den passenden neuen Anhänger sowie die nötige Teamstruktur ist ja vorhanden. Technisch fühle ich mich auch durchaus in der Lage da mitzuhalten. Röhrchen, Bleche und Hebel, ganz mein Zeug.
Ich habe jetzt einen „Van Diemen“ Chassis mit 1800ccm Ford Motor aus Luxemburg übernommen. Das Team von dem ich das Fahrzeg erworben habe, ist bereits länger in meiner Kundschaft und nimmt mich ein wenig an die Hand bei den ersten Gehversuchen. Eine Probefahrt auf der Renn- und Teststrecke in Colmar Berg/Luxemburg lief bereits sehr sehr erfolgreich. Schnell, rund und sauber gefahren. Der Blickwinkel aus dem Cockpit ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Gut gesagt, man sieht deutlich weniger von der Strecke als aus einem Gespann. Und die blöden Spiegel braucht kein Mensch. Auch die Motorleistung ist im Verhältnis zum Gewicht überschaubar. Aber die Kurvengeschwindigkeiten sind irre. Wie muss das erst mit neuen Reifen gehen. Ja es hat mich erwischt.
Zur Zeit arbeite ich an der perfekten Sitzposition. Hier nehmen es die Autofahrer nicht wirklich genau. Zur Zeit glüht der Bandschleifer mit dem ich die Moosgummiplatten an- und einpasse. Abstützen mit den Oberamen rechts und links an der Cockpitwand geht ganz gut, ähnlich einer Gespannverkleidung. Nur der Schalthebel ist noch nicht da wo ich ihn gerne hätte. Aber mit ein wenig flexen, schweißen und zwei, drei Kugelköpfen kriege ich das schon hin. Die Pedalerie passt zumindest im Stand, mal sehen wie es im Ernstfall geht. Als Grundfarbe dient mir weiterhin mein RAL 2011, das bekannte Orange der letzten 8 Jahre. Konni ist schon am schleifen, nächstes Wochenende kommt die Farbe drauf.
So richtig hat mir ja eh keiner geglaubt daß ich für immer Schluss mit der Rennerei mache, obwohl der Entschluss damals ernst gemeint war und aus vollster Überzeugung getroffen wurde. Das die „Entziehungskur“ vom Rennsport bis zum Rückfall allerdings nur ein knappes Jahr dauerte, hat mich selbst überrascht.
Natürlich ziehe ich weiterhin das BEO Projekt durch, wie auch mein Engagement in der Sidecar Trophy. Nebenbei gehe ich halt mal ein bißchen fremd, mit 58 Jahren steht mir das zu...
Bald gibt’s mehr vom ersten gemeinsamen Training der Serie mit den zur Zeit 43 eingeschrieben Teams aus ganz Europa in dieser Serie. Ach ja, die Startnummer 60 die mir jahrelang gute Dienste geleistet hat, werde ich auch dort verwenden. Rotes Feld mit weißer Schrift (wie beim F2 Gespann) ist leider nicht möglich, ich habe es aber probiert. Auch der Teamname, (Team Early Grey) an dem sich natürlich nichts geändert hat, sorgte bei der Einschreibung für Verwirrung, Kopfschütteln und Rätselraten. Spaß und Doppeldeutigkeit sind nicht so ganz Sache der Vierradler, noch nicht! Ich werde meinen Erziehungsauftrag ernst nehmen.

Ciao bis bald mehr vom „3 Fronten Krieg“
Ciao bis bald
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